Die Kerze am Fenster. Mein Weg zu Selbstliebe und in ein erfülltes Leben

Mein WegNur eine Kerze in der Dunkelheit

Dies ist eine ferne Erinnerung. Die Nacht, an die ich gerade denke, liegt lange zurück, wahrscheinlich etwa 15 Jahre, so genau weiß ich das nicht mehr. Es sind Bilder wie aus einer anderen Zeit, einer Zeit, als ich so anders war als heute. Und doch sind sie mir nach wie vor nah, ich kann ihren Schmerz spüren und nachvollziehen, als wäre es erst gestern gewesen. Denn das bin auch ich.

In dieser Nacht saß ich im Dunkeln auf der Fensterbank meines Jugendzimmers. Es war schon spät, weit nach Mitternacht, doch ich konnte keinen Schlaf finden. Ich hatte alle Lichter gelöscht, bis auf eine kleine Kerze, die neben mir auf der Fensterbank saß und gegen die Dunkelheit ankämpfte. Es war unglaublich still. Keine Stimmen, keine vorbeifahrenden Autos, nur das regelmäßige viertelstündliche Schlagen der Kirchturmuhr. In diesem Augenblick erschien es mir so, als wäre ich irgendwo zwischen den Welten verlorengegangen, als wäre ich der einzige lebende Mensch in dieser Schattenwelt. Ein Irrtum, ein Fehler, den jemand übersehen hatte.

Und genauso fühlte ich mich: Verlassen, abgeschnitten, nicht richtig.

Ich mochte die Nacht. In der Nacht konnte ich sein, wer ich wollte. Ich konnte davon träumen, dass morgens, wenn ich aufwachte, alles anders sein würde. Dass der Sinn des Lebens mich endlich fand. Dass ich Menschen traf, die so waren wie ich und die mich nicht für meine Sensibilität, meine Träume und meine Visionen verurteilten. Ich konnte sogar davon träumen, dass ich mich selbst mochte.

Vom Wunsch, nicht aufzuwachen

Doch diese nächtlichen Träume hatten einen bitteren Beigeschmack. Sie waren vergänglich, nicht stabiler als das flackernde Licht der Kerze am Fenster und ich wusste, dass der Morgen die kalte Asche bringen würde.

Ich wusste, dass ich bald übermüdet und mit einem Klumpen im Magen aufwachte, mit dem Gefühl, dass alles, was ich an diesem Tag tun würde, absolut bedeutungslos war. Dass ich genauso gut liegenbleiben könnte, ja, dass es sogar nicht den geringsten Unterschied machen würde, wenn ich tot wäre.

Ich wusste, dass ich mich bedeutungslos und einsam fühlen würde, dass niemand mich wirklich verstand und ich gezwungen war, eine Maske aus Gleichmut zu tragen, während ich innerlich vor Wut und Trauer fast zerbrach.

Ich wusste, dass ich mich selbst erneut dafür verurteilen würde, nicht mutig genug zu sein. Ich hasste, dass ich schüchtern war und nie sagte, was ich wollte. Ich hasste die Tatsache, dass ich im Sport immer als letzte in die Mannschaft gewählt wurde und die Pausen allein verbrachte. Ich hasste mich dafür, dass ich scheinbar nicht gut genug war, richtige Freunde zu haben und noch mehr hasste ich mich dafür, dass ich es überhaupt wollte. Und am meisten hasste ich mich dafür, dass ich mich hasste.

Die Bürde, ‚anders‘ zu sein

Ich wollte dazugehören. Ich wollte Freunde haben, Teil des Ganzen sein, meinen Platz finden. Ich wollte spüren, wie sich das Leben anfühlte. Ich wollte im Regen tanzen, alle Länder der Welt bereisen, Abenteuer erleben, die große Liebe finden und die Welt zu einem besseren Platz machen.

Doch ich wusste auch, dass die Standardantworten der Gesellschaft für mich nicht funktionierten. Ich konnte nie den Sinn darin sehen, ein ganzes Leben in einem verhassten Job zu verbringen, um am Ende (hoffentlich) ein bisschen Rente zu kriegen, um mir damit einen Platz im Altersheim sichern zu können. Ich versuchte, mich mit Essen, Alkohol und haufenweise Büchern zu betäuben, aber es ist mir nie richtig gelungen. Irgendetwas brach immer durch die Mauer an Gleichgültigkeit und machte mich zur Außenseiterin in einer Gesellschaft in der alle nur sagten ‚das ist halt so‘.

Ich betete, dass ich mich irrte

In dieser Nacht am Fenster betete ich für ein Wunder.

Ich war damals kein bisschen spirituell, aber ich betete trotzdem, weil es das einzige war, was mir noch einfiel.

Ich betete dafür, dass ich mich irrte.

Ich betete dafür, dass ich mich in der Welt irrte. Dass sie kein leerer, sinnloser Ort war, an dem man nur so eine Weile vor sich hinkämpfte, bevor man dann doch starb.

Ich betete dafür, dass ich mich in den Menschen irrte. Dass sie nicht so hoffnungslos egoistisch und grausam waren, wie ich es zu dem Zeitpunkt wahrnahm. Dass sie in ihrem Kern voller Liebe waren und ich das eines Tages erkennen würde.

Und vor allem betete ich dafür, dass ich mich in mir selbst irrte. Dass ich nicht dieses kleine, feige, wehleidige Mädchen war, das viel zu schwach war, um irgendetwas anders zu machen. Dass es einen Weg gab, den ich gehen konnte. Einen Weg, meine Maske abzunehmen, ich selbst zu sein, meine Gaben mit der Welt zu teilen und sie so zu einem besseren Ort zu machen.

Damals fand ich es ehrlich gesagt super peinlich, dass ich da in der Nacht am Fenster saß, ein Freak, der sogar noch betete! Aber heute erinnere ich mich voller Wärme daran.

Denn es hat zwar etwas gedauert, aber alles, wofür ich gebetet habe, hat sich letztendlich erfüllt.

Und heute?

Heute fühle ich, dass ich in einer wunderschönen und unendlich kostbaren Welt lebe, ich fühle mich angebunden an das große Ganze und jeder einzelne Augenblick ist für mich sinnerfüllt.

Ich habe gelernt, die Menschen so zu lieben wie sie sind, mit ihren Stärken und Schwächen. Ich glaube zutiefst an die Menschheit, ich glaube, dass wir so viel größer sind als all unsere Probleme und dass wir es schaffen können, diese Welt zu erhalten, wenn wir uns an unsere Essenz erinnern und von ganzem Herzen lieben lernen.

Mittlerweile liebe ich sogar mich. Zugegeben, dieser Teil hat die längste Reifezeit gebraucht. 😉 Ich kenne meinen Stärken und meinen Platz in der Welt. Und ich habe meinen Mut gefunden, meinen Weg zu gehen. Natürlich gibt es immer noch Facetten an mir, mit denen ich mich schwerer tue als mit anderen. Aber ich kann klar sagen, dass ich niemand anders sein möchte, als ich selbst. Ich fühle mich in mir selbst wohl und habe das ganz tiefe Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

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Mein Weg: Eine lange Suche

Natürlich liegen zwischen den beiden Zuständen nicht nur mindestens 15 Jahre, sondern auch unglaublich viel Entwicklung. Ich hatte noch viele dunkle Phasen, entwickelte Abhängigkeiten, wurde zur Workaholic und landete im Burnout. Ich hatte massive Schlafprobleme, war unendlich einsam.

Doch all das hat mich dazu aufgerüttelt, mich auf eine Suche zu begeben. Ich dachte mir: Ich gebe mich nicht eher mit dem ‚das ist halt so‘ zufrieden, bis ich nicht auch die letzte Ecke dieser Welt danach durchsucht habe, ob es nicht noch etwas anderes gibt.

Eigentlich dachte ich damals, es würde eine tatsächliche Weltreise werden, eine aktive Suche nach DEM Geheimnis, das irgendjemand dort draußen doch besitzen musste. Letztendlich wurde es aber eine innere Suche.

Ich fand heraus, dass ich hochsensibel war. Damit begann meine Reise in die Welt der Persönlichkeitsentwicklung und ich konnte nicht mehr genug bekommen. Der Gedanke, dass wir aus uns selbst heraus die Welt verändern und eine liebevolle Beziehung zu anderen Menschen und zu uns selbst kreieren können, faszinierte mich gleich und tut es bis heute.

Ich kann gar nicht mehr sagen, was ich in dieser Zeit alles gelernt und bei mir selbst angewendet habe – und seit einer Weile durch das Coaching auch bei anderen. Und ich lerne noch immer jeden Tag, denn ich möchte noch besser werden und noch tiefer in das Geheimnis des Lebens eindringen.

Jeden Tag erfahre ich etwas Neues, was mich begeistert. In jeder Coachingstunde lerne ich etwas hinzu. Jeden Tag praktiziere ich mehr und mehr die Übungen, die ich auch an meine Klienten weitergebe und die meiste Zeit kann ich es selbst nicht glauben, wie sich mein Leben entwickelt hat. 😉

Darum arbeite ich als Coach und teile auch so viel kostenlos mit der Welt. Weil ich möchte, dass so viele Menschen wie nur möglich die Chance wahrnehmen:

  • ihr eigenes Leben so zu wandeln, dass sie glücklich, erfüllt und voller Selbstliebe sind

  • mit ihrer neu entdeckten Kraft andere Menschen zu berühren, innige Verbindungen zu schaffen und die Art, wie wir Menschen miteinander umgehen zu revolutionieren.

  • und damit die Welt verändern, indem sie bessere Entscheidungen treffen und aus Liebe und Verantwortungsbewusstsein handeln, nicht aus Angst und Gier.

Du bist so mächtig

Du wirst geführt und beschützt

Du hast so viel Liebe in dir

Du musst dich nur daran erinnern

und bereit sein, jeden Tag einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Wenn du dich von mir begleiten lassen magst, bin ich gerne für dich da. Schau mal hier

Magst du etwas über deinen Weg erzählen? Schreib mir gerne einen Kommentar. 🙂

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute auf dieser Welt!

Alles Liebe,

deine Marie

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